Ein Mutmachbuch für Eltern die schon wissen was sie wollen, Von Ein Kunde
'Kinder einfühlend ins Leben begleiten' stellt anhand einiger Beispiele die Grundidee von Marshall Rosenbergs Gewaltfreier Kommunikation in Bezug auf Kindererziehung dar. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass mir das Buch nicht besonders viel gesagt hätte, wenn ich "Gewaltfreie Kommunikation" nicht vorher gelesen hätte. Das kleine Heft liefert aber auch nicht viele darüber hinaus reichende Überlegungen, die speziell für den Umgang mit Kindern geeignet sind. Vermisst habe ich zum Beispiel etwas über Altersangaben; mein Sohn ist anderthalb, habe ich überhaupt eine Chance, wenn ich ihn mit Bitten und meinen Bedürfnissen konfrontiere?Eine der Überlegungen, die ich nicht schon in "Gewaltfreie Kommunikation" gefunden hatte, die mich aber sehr überzeugt hat, ist, dass Eltern sich nicht nur überlegen sollten, welches Verhalten sie bei ihren Kindern sehen möchten, sondern auch, aus welchen Motivationen heraus die Kinder sich so verhalten sollen. Mit Druck und Gewalt kann man vielleicht das Verhalten beeinflussen, die Motivationen sind dann aber immer verzerrt.
Nettes Büchlein als Appetitmacher, Das Büchlein gibt einen guten Einblick in die Idee der gewalfreien Kommunikation, aber nach dem Lesen weiß man noch nicht so recht, wie man sie selber in den Alltag integrieren kann.
Weitere Lektüre oder ein Kurs sind also empfehlenswert.
alles schon mal gehört, Das Büchlein scheint aus Ausschnitten anderer Werke von Marshall Rosenberg zu bestehen. Nachdem ich das Gespräch mit Gabriele Seils und das Standardwerk "Gewaltfreie Kommunikation" gelesen hatte, erschien "Kinder einfühlend ins Leben begleiten" nur noch als ein fader Aufguss. Selbst zu dem speziellen Thema "Kindererziehung" erfährt man kaum Neues. Wer sich mit Kindern im Licht der GfK beschäftigen möchte, dem sei unbedingt das ebenso schmale Büchlein von Inbal Kashtan "Von Herzen Eltern sein" empfohlen.
Zweiter Aufguss und nur Appetithäppchen, Ich liebe die Gewaltfreie Kommunikation, aber ich finde dieses Buch trägt nicht dazu bei, diese Haltung bzw. Methode in das Leben mit Kindern zu integrieren. Marshall greift gerne glänzende Beispiele heraus, die zwar jede Giraffenmutter in ihrem Alltag mal erlebt, die aber besonders Anfänger eher entmutigen, weil man (z.B. auch ich) dann denkt, dass man alles falsch macht, und dass man es wohl nie schaffen wird. Kinder sind erst ab einem gewissen Alter kognitiv in der Lage, sich einzufühlen (vorher fühlen sie das Leid des Anderen mit, werden z.B. selber traurig), ich höre aber Marshall immer so, als könnten sie das schon von Anfang an.
Da ich noch kein mutmachendes Buch zu diesem Thema gefunden habe (auch das von Kashtan hat mich eher "abgeturnt") schreibe ich derzeit selbst an einem Buch über den gewaltfreien Umgang mit Kindern, die MÖglichkeiten, die Erfolge, die Misserfolge und warum es zu Misserfolgen gekommen ist.
Gewaltfreie Kommunikation ist ein machtvoller Prozeß, um einfühlende Verbindungen und Handlungen zu inspirieren und der helfen kann, Konflikte zu vermeiden oder sie zu lösen. Es wird eine Form der Kommunikation ermöglicht, die allen hilft, ihre Bedürfnisse zufrieden zu stellen und die problemlos auf vielen Gebieten eingesetzt werden kann: in Bildungsinstitutionen, in der Geschäftswelt und in der Industrie, bei Anbietern sozialer Dienste und in politisch belasteten Situationen, aber auch in Familien und Partnerschaften.
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